Jede Linie muss stimmen
Ein Küchenblock ohne Wangen und eine Schrankwand auf den Millimeter
Manche Räume verzeihen keine Ungenauigkeit. Wenn eine Küche den Raum vollständig ausfüllen soll, fällt jeder Versatz auf: eine Fuge, die nicht durchläuft, ein Blendenstück am Rand oder eine Steckdose an der falschen Stelle. Bei diesem Projekt kamen die Wünsche klar formuliert auf den Tisch. Wir zeigen hier, welche Vorgaben die Architektin Inka dropmann für uns hatte und wie wir sie gelöst haben.
Die Fragen. Unsere Antworten.
„Wir möchten eine Insel ohne Seitenwangen. Und von allen vier Seiten soll man etwas öffnen können. Geht das?"
Ja, wenn Schränke, Schubladen und Auszüge seitlich auf Gehrung gebaut werden. Die Fronten treffen an den Ecken im 45-Grad-Winkel aufeinander. Dadurch braucht es keine Wange, die den Block seitlich abschließt. Jede der vier Seiten ist nutzbar, und der Block wirkt von jeder Seite gleich.
Umgesetzt haben wir das mit Leicht Küchen. Das Ergebnis ist ein quadratischer Küchenblock ohne sichtbare Abschlussteile. Er steht frei im Raum, und von keiner Seite aus sieht man, wo ein Korpus beginnt oder endet.
„Die Hochschrankwand soll die Nische komplett ausfüllen, ohne Passstücke am Rand."
Dafür arbeiten wir mit Sondermaßen. Statt Standardbreiten aneinanderzureihen und den Rest mit Blenden zu füllen, haben wir die Schränke auf das tatsächliche Maß der Wand geplant. Die Fronten sind symmetrisch aufgeteilt, die Fugen liegen auf einer Linie. Von Wand zu Wand ist die Fläche auf den Millimeter gefüllt.
„In der Nische hätten wir gern eine Rückwand aus Granit und davor einen Regalboden aus demselben Stein."
Das klingt einfacher, als es ist. Rückwand und Regalboden müssen exakt zueinander passen. Der Boden muss das Gewicht des Steins sicher tragen, und die Kanten dürfen keinen Versatz zeigen. Aufmaß, Zuschnitt und Befestigung greifen deshalb ineinander. Ein Fehler an einer Stelle lässt sich später kaum noch korrigieren. Mit erfahrenen Steinmetzen und einer genauen Planung vorab gelingt es aber, dass Boden und Rückwand wie aus einem Stück wirken.
„Auf der Arbeitsfläche soll nichts herumstehen. Auch kein Wasserkocher."
Den Wasserkocher ersetzt ein Quooker. Er liefert kochendes Wasser direkt aus dem Wasserhahn. Für Tee, Nudelwasser oder das Abbrühen von Gemüse braucht es kein zusätzliches Gerät mehr.
Für alles andere haben wir einen Arbeitsschrank eingeplant. Hinter seinen Türen liegt eine Granitplatte als Arbeitsfläche, zum Beispiel für Kaffeemaschine oder Toaster. Die Geräte bleiben dort stehen, werden dort benutzt und verschwinden danach hinter der Front.
„Wo kommen die Steckdosen hin? In die Arbeitsplatte möchten wir keine Löcher."
In die Blende des Schranks. So bleibt die Arbeitsplatte durchgehend frei, und der Strom liegt trotzdem dort, wo er gebraucht wird. Diese Entscheidung muss früh fallen, weil die Leitungen dafür anders verlegt werden als für Steckdosen in der Platte oder an der Wand.
„Wie lange dauert es, bis der Entwurf steht?"
Bei diesem Projekt nicht lange. Architektin Inka Dropmann gibt uns sehr genaue Vorgaben. Deshalb liegen unsere ersten Entwürfe meist schon nah an der späteren Küche. Die Beleuchtung wie immer bei Ihr ein Hingucker. Das Licht macht die Linien des Küchenblocks und der Schrankwand am Abend sichtbar.
Planung aus Itzstedt
Gehrungen, Sondermaße und Stein in der Nische lassen sich nur dann sauber umsetzen, wenn Aufmaß, Elektroplanung und Montage aufeinander abgestimmt sind. Wenn Sie in Itzstedt, Hamburg oder Umgebung eine Küche planen, bei der jede Linie stimmen soll, sprechen Sie uns an. Bringen Sie Grundriss, Fotos oder Ihre Wunschliste mit. Wir prüfen gemeinsam mit Ihnen, was sich in Ihrem Raum umsetzen lässt.
Entwurf & Konzept: iD Architektur Inka Dropmann