Altbaucharme trifft Purismus
Eine Küche, die sich zurücknimmt und trotzdem alles sagt
Wie bringt man eine moderne Küche in eine Hamburger Altbauwohnung, ohne den Charakter des Raums zu zerstören?
Hohe Decken, Fischgrätparkett, Deckenbalken, Stuck – diese Wohnung hat alles, wovon viele träumen. Genau das war die Herausforderung: Eine Küche gestalten, die sich in diese Kulisse einfügt, ohne sich anzubiedern. Gemeinsam mit Innenarchitektin Inka Dropmann haben wir eine Lösung entwickelt, die konsequent puristisch ist – und gerade deshalb so gut funktioniert.
Glatte Fronten, keine Griffe, nichts steht vor – wird das nicht langweilig?
Das Gegenteil. Die matt-weißen Fronten mit eingelassenen Griffen schaffen eine Ruhe, die der Altbau braucht. Kein Griff, der die Linie bricht. Keine Front, die um Aufmerksamkeit kämpft. Der Raum atmet – und die Küche ist trotzdem immer präsent. Nicht laut, aber selbstbewusst.
Und die Geräte? Verschwinden die auch einfach hinter den Fronten?
Nicht alle. Die Gaggenau-Geräte stehen bewusst sichtbar hervor– weil sie es können. Ihr Design ist so eigenständig, so unverkennbar, dass sie zum Statement werden. Während sich alles andere zurücknimmt, setzen sie den einen Akzent, der zählt. Das ist kein Zufall, das ist Haltung.
Was ist mit der Dunstabzugshaube – wohin damit in so einem Raum?
Genau die richtige Frage. Eine klassische Haube hätte den gesamten Entwurf torpediert. Unsere Lösung: komplett integriert im Oberschrank. Unsichtbar, wenn sie nicht gebraucht wird. Voll da, wenn es darauf ankommt.
Und die Beleuchtung – reicht „reduziert" wirklich aus?
Reduziert heißt nicht dunkel. Es heißt: nur das, was sein muss – aber das richtig. Die Beleuchtung ist auf das Wesentliche konzentriert und wird gerade dadurch zum Hingucker. Kein Lichtkonzept, das sich in den Vordergrund drängt, sondern eines, das den Raum inszeniert.
Das Ergebnis
Eine Küche, die zeitlos schön ist. Die nicht mit dem Altbau konkurriert, sondern ihn ergänzt. Die nicht schreit, sondern flüstert – und der man trotzdem sofort zuhört.
Entwurf & Konzept: iD Architektur Inka Dropmann