Altbau in Hamburg
Eine klare Wunschliste und eine Küche, die sich zurücknimmt
Manche Kunden bringen Fotos mit, andere ein Gefühl. Hier lag eine Liste auf dem Tisch: Schiebetür, Griffleisten, bündige Nischenrückwand, Arbeitsplatte bis ins Fenster. Für Architektin Inka Dropmann und uns war das eine gute Ausgangslage. Wer so genau weiß, was er will, braucht keine Überzeugungsarbeit. Er braucht eine saubere Umsetzung. Mit Inka Dropmann haben wir schon mehrere Altbaurenovierungen umgesetzt. Auch bei diesem Projekt haben wir gemeinsam von der Küchenplanung bis zur Montage das Bauvorhaben begleitet.
„Wir möchten eine Schiebetür aus Küchenfront, die beim Öffnen hinter den Schränken verschwindet. Ist so etwas machbar?"
Ja. Die Tür besteht aus demselben Material wie die Küchenfronten. Geschlossen wirkt sie deshalb wie ein Teil der Küche. Geöffnet läuft sie in einen Spalt hinter die Schrankzeile und ist nicht mehr zu sehen.
Der kritische Punkt liegt in der Wand: In dem Bereich, in dem die Tür läuft, darf keine Steckdose, keine Unterputzdose und keine Leitung sitzen. Deshalb haben wir den Laufweg der Tür festgelegt, bevor die Elektrik verlegt wurde. Die Anschlüsse wurden aus diesem Bereich herausgeplant. Wer das erst bei der Montage bemerkt, muss die Wand wieder öffnen.
„Die Griffleisten sollen in Frontfarbe sein. Geht das?"
Das geht, aber nur pulverbeschichtet und nicht lackiert. An der Griffleiste fassen Sie mehrmals täglich zu. Ringe, Schlüssel und Fingernägel treffen genau auf diese Kante. Eine Lackschicht auf Aluminium platzt an solchen Stellen mit der Zeit ab. Eine Pulverbeschichtung ist dicker und haftet fester auf dem Metall. Für ein Bauteil, das so viel aushalten muss, war das für uns keine Geschmacksfrage.
„Möglichst wenig Griffe, bitte. Die Küche soll nicht auffallen."
Deshalb öffnen die meisten Fronten per Push-to-open. Ein leichter Druck genügt, und der Schrank springt auf. Griffleisten setzen wir nur dort ein, wo Ziehen im Alltag praktischer ist als Drücken. So entstehen große, ruhige Flächen ohne Unterbrechung. Im Raum fallen eher die Stühle und die Lampen auf als die Schränke.
„Die Nischenrückwand soll bündig in der Wand sitzen, nicht davor."
Dafür muss die Reihenfolge der Gewerke stimmen. Die Stärke der Rückwand muss feststehen, bevor geputzt wird. Die Wand wird an dieser Stelle entsprechend zurückgesetzt. Danach messen wir neu, und erst dann wird die Rückwand gefertigt. Ist ein Schritt vertauscht, steht die Platte am Ende einige Millimeter über oder es bleibt eine ungleichmäßige Fuge. Wir haben die Abläufe deshalb mit der Architektin und den beteiligten Handwerkern Schritt für Schritt abgestimmt.
„Sockel und Fußleisten sollen zusammenpassen."
In Altbauten sind die Fußleisten oft deutlich höher als ein üblicher Küchensockel. Stimmen die Höhen nicht überein, entsteht am Übergang ein sichtbarer Versatz. Wir haben die Sockelhöhe der Küche an die Fußleisten im Raum angepasst. Die Linie läuft so von der Wand in die Küche weiter, ohne Sprung.
„Über der Arbeitsfläche wollen wir keine Oberschränke. Wohin dann mit allem?"
In die Höhe, aber an der richtigen Stelle. Die Arbeitszone bleibt oben frei, damit der Raum offen wirkt. Den Stauraum haben wir in Hochschränken gebündelt, die bis unter die Decke reichen. In den oberen Fächern lagern Dinge, die man selten braucht. Alles für den Alltag liegt in Griffhöhe.
„Die Arbeitsplatte soll bis ins Fenster laufen."
Die Platte endet nicht an der Wand, sondern läuft in die Fensterlaibung hinein. Dafür haben wir die Laibung genau aufgemessen. Höhe und Tiefe der Platte sind auf die Brüstung abgestimmt. Wichtig ist dabei, dass sich der Fensterflügel weiterhin frei öffnen lässt. Das Ergebnis ist mehr Arbeitsfläche und ein Platz direkt am Tageslicht.
„Und wie wird das Ganze bei so viel Zurückhaltung nicht steril?"
Durch Licht und Farbe. Die Beleuchtung hat Inka Dropmann geplant. Sie setzt Akzente auf Arbeitsfläche, Hochschränke und Raum, sodass die schlichten Flächen Tiefe bekommen. Die Farbe bringen die Stühle in den Raum. Die Küche bleibt bewusst ruhig, und die Möbel davor dürfen auffallen.
Aus Itzstedt für Ihren Altbau
Wir planen und montieren von Itzstedt aus Küchen für Häuser und Wohnungen in der Region und in Hamburg. Altbauten mit hohen Decken, verlaufenden Wänden und klaren Gestaltungswünschen gehören zu unserem Alltag. Wenn Sie eine Renovierung planen, sprechen Sie uns an. Gerne können Sie sich auch an unsere Architektin Inka Dropmann wenden.
Entwurf & Konzept: iD Architektur Inka Dropmann